Eine Freundin bzw. ein Freund und ich haben uns endlich auf eine grobe Richtung für unser Wettbewerbsprojekt geeinigt.

Weil meine Wirtschaftsprüfung schon vorbei war, hatte sich mein rationales Denken offenbar in den Ruhestand verabschiedet. Ich bestellte blindlings eine Dose Spirulinapulver. Als mir auffiel, dass es nicht zum Thema passte, war sie schon unterwegs. Also musste das Pulver meine privaten Vorlieben bedienen: ein paar Experimente mit Essen.

(Danke an mein Teammitglied für die Idee.)

Image

Gleich vorweg: Mit seltsamen Geschmäckern komme ich ungewöhnlich gut zurecht, und mein Gebäck sieht ohnehin oft furchtbar aus. Nichts davon wurde weggeworfen! Nachmachen empfehle ich trotzdem nicht.

Übrigens: ein kleiner Aufruf für Laborunterstützung …

Unser selbstorganisiertes Forschungsteam aus Oberstufenschülern arbeitet an neuen Ansätzen für grüne Technologie und Gehirngesundheit. Bei der umweltschonenden Extraktion von Quercetin haben wir erste Fortschritte erzielt. Versuchsplan und Ziele stehen, doch die begrenzten Möglichkeiten unseres Schullabors erschweren die entscheidenden nächsten Schritte. Deshalb …

🟢 Wir suchen Möglichkeiten, Laborressourcen mitzunutzen, fachliche Begleitung durch erfahrene Menschen und Unterstützung durch Sponsoren. Wer helfen möchte, kann sich gern bei mir melden!

Vielleicht wirkt manches, was unsere Gruppe tut, etwas ungestüm. Aber jeden einzelnen Messwert werden wir sorgfältig behandeln. Jede Unterstützung kann neue Möglichkeiten für eine grünere Medizin schaffen. Wir möchten mit Gleichgesinnten die Grenzen der Wissenschaft erkunden. Unsere Begeisterung für Forschung ist echt. 🫶

------------------------------------------

🔘 „Superfoods“ sind in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Studien beschreiben sie als Lebensmittel, die Gesundheit, Energie, Immunsystem, die Bildung von Serotonin und anderen Hormonen sowie das Zusammenspiel der Organsysteme unterstützen können. Voraussetzung ist jedoch, dass sie Teil einer ausgewogenen Ernährung sind und maßvoll und bewusst verzehrt werden.

Der Begriff „Superfoods“ hat in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen. Untersuchungen zufolge können diese Lebensmittel die allgemeine Gesundheit, Energie und Immunabwehr fördern, die Bildung von Serotonin und anderen Hormonen unterstützen und den verschiedenen Organsystemen zugutekommen. Das gilt allerdings nur im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und bei maßvollem, umsichtigem Verzehr.

Quelle: Superfoods: Recent Data on Their Role in the Prevention of Disease https://www.foodandnutritionjournal.org/volume6number3/superfoodsrecent-data-on-their-rolein-the-prevention-of-diseases/?utm_source=chatgpt.com

Häufig genannte Superfoods sind:

Obst

Granatapfel, Beeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Gojibeeren, Kichererbsen, Trauben, Açaí-Beeren und Sanddorn.

Getrocknete Nüsse

Walnüsse, Mandeln und Getreide.

Hülsenfrüchte

Rote Bohnen, Kakao, Süßkartoffeln und Mastix.

Gemüse

Brokkoli und Spinat.

Algen

Spirulina und Chlorella.

Milchprodukte

Kefir und Eselsmilch.

Kräuter und Pflanzen

Ingwer, Ginkgo biloba und Tee.

Bienenprodukte

Honig, Gelée royale und Wachs.

Ich habe schon einige Superfoods vorgestellt, besonders Tees. Wenn ich Zeit habe, stelle ich vielleicht auch die Forschungsberichte hier ein, die ich mit Mitschülern erarbeitet habe. (Damit wäre die Ankündigung schon einmal gemacht.)

Image

Heute habe ich meine Rezepte um drei Superfoods herum aufgebaut:

· Açaí-Beeren (Euterpe oleracea)

Açaí-Beeren sind reich an Antioxidantien; ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile sind untersucht worden. Sie enthalten viele Anthocyane und, manchen Vergleichen zufolge, sogar mehr Protein als Eier. Zusammen mit ihren antioxidativen Eigenschaften macht sie das zum Superfood.

Studien belegen den hohen Antioxidantiengehalt und die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile von Açaí-Beeren. Ihr hoher Gehalt an Anthocyanen und Protein – sogar höher als bei Eiern – trägt zusammen mit den antioxidativen Eigenschaften zu ihrem Ruf als Superfood bei. Siehe die folgende Abbildung:

Image

· Spirulina (Arthrospira platensis)

Spirulina ist eine essbare blaugrüne Süßwasseralge. Sie enthält mehr als hundert Nährstoffe, zählt zu den proteinreichsten pflanzlichen Quellen und liefert Vitamin B12 sowie Pflanzenstoffe mit ausgeprägten antioxidativen Eigenschaften.

Spirulina ist eine essbare blaugrüne Süßwasseralge mit dem wissenschaftlichen Namen Arthrospira platensis. Studien bestätigen immer wieder ihre große Nährstoffvielfalt: insgesamt mehr als hundert. Sie gehört zu den reichsten pflanzlichen Proteinquellen und enthält Vitamin B12 sowie stark antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe.

· Kakao

Kakao enthält viele Polyphenole. Seine antioxidative Wirkung übertrifft die vieler als Superfood beworbener Lebensmittel. Er kann helfen, freie Radikale zu neutralisieren, Alterungsprozesse und Entzündungen zu mindern und möglicherweise die Insulinempfindlichkeit zu verbessern.

Kakao enthält große Mengen an Polyphenolen. Seine antioxidative Wirkung übertrifft die vieler Superfoods. Er hilft, freie Radikale zu neutralisieren, das Altern zu verlangsamen und Entzündungen zu reduzieren; möglicherweise verbessert er auch die Insulinempfindlichkeit.

1. Spirulina-Nudeln

Quelle: „Der Einfluss von Spirulinapulver auf Teigeigenschaften und Nudelqualität“

https://xuebaozk.haut.edu.cn/article/doi/10.16433/j.1673-2383.202401080002

Die optimale Kochzeit beträgt acht Minuten. Die Menge an Spirulinapulver lässt sich nach Geschmack anpassen.

Optimale Kochzeit: 8 Minuten.

Die Menge an Spirulinapulver kann nach Bedarf verändert werden:

Die wichtigsten Schritte:

截屏2025-05-15 20.25.17.png

Wer es selbst versuchen möchte, kann anhand der Farbkarte entscheiden, wie viel Spirulina hineinsoll.

Image

Leider sind meine praktischen Fähigkeiten begrenzt. Nach einigen Versuchen war das Experiment gescheitert.

Meine handwerklichen Fähigkeiten haben mich im Stich gelassen. Also nahm ich fertige Pasta und rührte das Spirulinapulver stattdessen in die Sauce.

Ich griff also zu fertiger Pasta und gab das Pulver in die Sauce. Das Ergebnis sieht so aus:

Image

Geschmack: Sehr kompliziert und geradezu böse. Weil Spirulina bei hoher Hitze etwas Farbe verliert, habe ich zu viel genommen. Die Konsistenz lässt sich schwer beschreiben; manchmal schmeckt man das Pulver auf jeder einzelnen Nudel. Spirulina ist von sich aus fischig – je reiner, desto stärker. Hitze mildert den Geruch zwar, trotzdem füllte er meine ganze Nase. Während ich das schreibe, trinke ich ständig Wasser, weil der Nachgeschmack einfach nicht verschwinden will. Dieses Rezept löst das Problem, dass Pasta normalerweise nicht nach Fisch riecht, auf perfekte Weise.

Geschmack: Spirulina riecht von Natur aus fischig. Beim heißen Kochen wird das etwas schwächer, aber es greift trotzdem meine ganze Nase an. Ich trinke pausenlos Wasser, weil der Geschmack nicht verschwinden will. Endlich eine Lösung für den bedauerlichen Mangel an Fischaroma in Pasta.

Bewertung: −5/10

2. Spirulina-, Açaí- und Kakaopancakes

Das Rezept stammt von mir: Ich habe meinem üblichen Teig einfach Spirulina-, Rohkakao- und Açaí-Pulver zugesetzt. (Am besten nicht alkalisiertes Rohkakaopulver verwenden: Es ist reich an Ballast- und Mineralstoffen und enthält keinen zugesetzten Zucker.)

Mein eigenes Rezept – eigentlich nur mein normaler Teig mit verschiedenen Pulvern. (Für den Kakao am besten nicht alkalisierten Rohkakao nehmen: viele Ballast- und Mineralstoffe, kein zugesetzter Zucker.)

Für eine Person:

100 ml Hafermilch (ich bin laktoseintolerant; nehmt die Milch, die euch am besten passt).

1 Ei

75 g Vollkornmehl

8 g Zuckerersatz, etwa Erythrit oder Stevia (nach Geschmack anpassen)

1 g Natron

10 g Backpulver

12 g zerlassene Butter oder Pflanzenöl

Für jede Variante etwa 5 g Superfood-Pulver in den Grundteig geben. Menge nach Geschmack und gewünschter Farbe anpassen. Das Geheimnis schöner Pancakes ist niedrige Hitze: langsam Farbe annehmen lassen.

Tipp: Bei niedriger Hitze backen.

Geschmack: Ehrlich gesagt unterscheiden sich die drei kaum. Açaí schmeckt etwas säuerlicher, aber nichts davon ist schlecht. Mit Marmelade sind sie sogar lecker.

Geschmack: Große Unterschiede habe ich ehrlich gesagt nicht bemerkt. Die Açaí-Variante war ein wenig säuerlich, aber keine schmeckte schlecht.

Bewertung: 5/10

3. Spirulina-Saft (auch: Märchenprinz-Suppe)

Das ist eine Eins-zu-eins-Nachahmung der „Märchenprinz-Suppe“ von Xiaowens Tagebuch:

Guave + Apfel + Limette + Passionsfrucht + Kokoswasser + Spirulinapulver (die genaue Menge steht beim Original nicht dabei; nach Farbe und Geschmack dosieren) + Brombeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren.

Guave + Apfel + Limette + Passionsfrucht + Kokoswasser + Spirulinapulver (keine feste Menge; nach gewünschter Farbe und Geschmack), dazu Brombeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren.

Image


Unbedingt abseihen – sonst sieht es so aus wie bei mir.

Geschmack: Ebenfalls kompliziert. Wer dickflüssigen, sehr süßen Saft mag, könnte das lecker finden. Ich nicht. Der Fischgeschmack ist schwach, wahrscheinlich weil ich nur wenig Pulver genommen habe. Und Brombeeren sind wirklich sauer.

Geschmack: Wieder ziemlich viel auf einmal. Wenn ihr dickflüssigen Saft mögt, schmeckt das durchaus gut. Mir ist es zu süß. Der Fischgeschmack ist kaum da, vielleicht wegen der kleinen Pulvermenge. Und diese Brombeeren sind sauer.

Bewertung: 3/10

Ich bin gerade unglaublich beschäftigt, versuche aber weiter zu schreiben. Keines dieser Rezepte kann ich empfehlen: Sie schmecken nicht nur merkwürdig, zu hohe Temperaturen können auch die ursprünglich nützlichen Inhaltsstoffe zerstören.

(Dieser Beitrag erhebt keinerlei wissenschaftlichen Anspruch. Ich habe einfach herumgespielt, hahaha. Lest ihn locker und macht es lieber nicht nach. Als meine Mutter sah, was ich da tat, fragte sie lachend, wie man überhaupt auf solche Zubereitungen kommt.)